Manu's Blog A photograph gives us the naked truth, which has to be clothed by the imagination.

18Jul/092

Canon oder Nikon?

Canon oder Nikon? Mercedes oder Audi? Es ist wirklich wie beim Autokauf. Denn beide geben sich, zumindest rein technisch gesehen, nicht viel. Dennoch ist die Frage allgegenwärtig, denn wer sich einmal entscheidet, sich oftmals auf ewig bindet. Von der Rechnung her wird man bei vergleichbaren Modellen der beiden Hersteller kaum einen Unterschied feststellen. Was man beim einen Hersteller am Body (Kameragehäuse) spart, gibt man beim anderen weniger für das Objektiv aus.

Ich habe mich damals (vor etwas mehr als zwei Jahren) für Canon entschieden. Warum? Die Antwort ist so einfach wie praktisch: Weil ich mehr Leute mit Canon kenne. Und daran sollte man sich meiner Meinung nach auch orientieren. Wenn mir nämlich auf der Fototour unerwartet der Akku schlapp macht, können mir meine Freunde ohne Probleme aushelfen. Zudem kann man sämtliches Zubehör, sowie Objektive ganz einfach untereinander austauschen. Das kann, gerade bei sehr "speziellen" Objektiven wie zum Beispiel einem Makro oder einem sehr großen Teleobjektiv, durchaus sinnvoll sein. Denn es macht nicht wirklich sinn, dass jeder die gleiche Brennweite in seinem Rucksack mit sich rum schleppt.

Objektive und Zubehör von den bekannten Drittanbietern wie Sigma, Tamron und vielen mehr gibt es sowohl für Canon als auch für Nikon. Hier wird einfach nur zwischen den verschiedenen Anschlusstypen unterschieden. Was übrigens ein ganz wichtiger Punkt beim Kauf von Objektiven ist (besonders wenn man im Internet bestellt). Wer hier nicht acht gibt, kann schnell eine böse Überraschung erleben. Preislich bestehen hier jedoch, egal welchen Anschlusstyp man benötigt, keine Unterschiede.

Vor allem in einer fotobegeisterten Familie rentiert es sich, das Equipment aufeinander abzustimmen. Ich habe vor kurzem eine Sendung im Fernsehen gesehen, bei der eine vierköpfige Familie mit vier verschiedenen Marken ausgestattet war. So geht sicherlich jeder seiner bevorzugten Marke nach, dafür braucht jeder andere Objektive, anderes Zubehör und im Problemfall auch einen anderen Servicecenter. Eine durchaus kostspielige Lösung, die für mich nicht ganz begreiflich ist. Im professionellen Bereich gelten hierbei andere Regeln, aber im Amateurbereich sollte man von solch einer umständlichen Lösung Abstand nehmen.

17Jul/090

Die Spiegelreflex im Kit?

Wer sich eine Spiegelreflex kauft, der nimmt sich so einiges vor. Denn wer mit so einer Kamera Spaß haben möchte, muss sich erstmal ein kleines Equipment zusammenstellen. Eine Spiegelreflex hat im Gegensatz zu einer Digicam kein fest integriertes Objektiv, sondern wird mit sogenannten Wechselobjektiven ausgestattet. Diese sind, sofern man kein Kit kauft, nicht im Lieferumfang des Kameragehäuses (auch Body genannt) enthalten. Womit wir auch schon gleich beim Thema wären.

Macht es eigentlich sinn, die Kamera im Kit zu kaufen? Oder wäre es sinnvoller, lieber den Body und ein passendes Objektiv seperat zu kaufen? Kamerakits haben Vor- und Nachteile. Die preisgünstigen Kits (unwesentlich teurer als der Body einzeln) haben meist qualitativ eher durchschnittliche Objektive dabei. Dafür bekommt man diese Linse aber fast "geschenkt". Für den schnellen Einstieg und zum "warm werden" aber auch nicht unbedingt verkehrt. Meist wird dann noch (je nach Hersteller) ein Kit mit einem qualitativ guten Objektiv angeboten. Dort macht sich die Preisspanne zwischen Body einzeln und Kit mit hochwertigem Objektiv doch schon stark bemerkbar.

Abzuraten ist von Kits mit zwei Objektiven, welche im Verhältnis zu den Kits mit einem Objektiv nur unwesentlich teurer sind. Meistens ist die Abbildungsleistung der dort enthaltenen Objektive nicht befriedigend und ist somit auch kein Gewinn. Hier sollte man lieber zusätzlich zum Kit mit einem Objektiv noch ein weiteres Objektiv, zum Beispiel ein Teleobjektiv, separat kaufen. Hierbei sollte es einen nicht verwundern, wenn das Teleobjektiv fast so viel kostet, wie der Kamera-Body mit Kit-Objektiv zusammen.

Oftmals sind Kits mit "Geld zurück"-Aktionen vom Kamerahersteller gekoppelt. Diese Aktionen funktionieren meist so: Man kauft ein Kit mit "Geld zurück"-Aktion, fotokopiert den Kassenbeleg und schickt Ihn zusammen mit der ausgefüllten Aktionskarte im Karton an die angegebene Adresse. Dann bekommt man nach einigen Wochen einen bestimmten Betrag gutgeschrieben oder bekommt (je nach Aktion) ein Zubehörteil wie zum Beispiel einen Ersatzakku gratis oder ähnliches.

Ob es billiger ist, das Objektiv und den Body einzeln bei dem Händler Ihrer Wahl zu kaufen oder doch lieber im Kit ist individuell verschieden und hängt auch stark von den Aktionen der Hersteller und den Lagerbeständen der Geschäfte und Shops ab. Oftmals lohnt es sich Kameras im Foto-Fachhandel (nicht zu verwechseln mit Elektrofachhandel) zu kaufen und gleich ein bisschen Zubehör wie UV-Filter (Schutz für die forderste Linse des Objektivs) dazu zu kaufen. Meist bekommt man auf diese Weise gute Rabatte und hat vor allem eine Person, an die man sich bei Problemen wenden kann. Käufe über das Internet sind bei seriösen Händlern auch kein Problem, müssen jedoch bei Defekten via Post gelöst werden, was bei einem Hohen zu versichernden Warenwert auch sehr kostspielig sein kann.