Lexar bringt 600x Compact Flash-Karten
Neben SanDisk bietet nun auch Lexar Compact Flash-Karten mit Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 90 MB pro Sekunde (600x) auf den Markt. Vor allem in Geräten, welche UDMA-6 kompatibel sind (z.B. Canon EOS 7D, Canon EOS 5D Mark II, Nikon D3x und Nikon D300s), können die Karten ihre Geschwindigkeitsvorteile ausspielen.
Beim Schreiben sollen sie eine garantierte Mindestgeschwindigkeit von 90 MB / Sekunde erreichen, beim Lesen werden 80 MB / Sekunde vorgegeben. Aufgrund der schnellen Geschwindigkeit ist es möglich, mehr Serienbildaufnahmen zu tätigen, da sich der kamerainterne Pufferspeicher schneller leert. Mit im Lieferumfang enthalten ist Lexars neue Datenrettungssoftware Image Rescue in der Version 4 (Windows und Mac), welche zu den aktuellen RAW-Formaten kompatibel ist. Preislich sind die 600x-Karten mit 8 GB bei ca. 200 Dollar und 16 GB bei ca. 300 Dollar angesiedelt. Im November soll eine Variante mit 32 GB folgen.
Neues Profimodell: Nikon D3s vorgestellt
Auch im Profisegment legt Nikon nach. Die D3 bekommt ein Facelift und wird somit zur D3s. Neben einem neuen Sensor bietet sie höhere Empfindlichkeiten und ermöglicht Videoaufnahmen in HD-Qualität.
In Sachen Auflösung hat sich zwischen der D3 und der D3s nichts getan, mit 12,1 Megapixel auf einem Vollformat-Sensor (24 x 36 mm) sind die Kameras identisch. Optimiert wurde bei der D3s hingegen das Design des Sensors und der Mikrolinsen. Die Kamera kann automatisch auf das DX-Format umschalten, wenn Objektive verwendet werden, welche für APS-C gedacht sind. Mit einem ISO-Bereich von 200 bis 12.800 (erweiterbar auf ISO 100 bis 102.400), bis zu elf Bildern pro Sekunde in voller Auflösung und Videoaufzeichnungen in HD-Qualität (720p / 24 fps) kann das neue Modell glänzen. Der gegenüber der D3 erweiterte Pufferspeicher nimmt bis zu 48 RAW-Dateien in Folge ohne Probleme auf.
Auch in Sachen Autofokus hat die D3s ein paar Optimierungen zu bieten, welche sich vor allem positiv auf die Fokus-Verfolgung auswirken sollen. Das 51-Messfeld-System mit 15 Kreuzsensoren soll in Verbindung mit einer automatischen Szenenerkennung bewegte Motive zuverlässig erfassen und verfolgen können. Auch der Live-View-Modus darf nicht fehlen, bei welchem der Fotograf zwischen Phasen-Detektions-Methode (Spiegel klappt zum Fokussieren hoch und das Bild verschwindet für die Dauer der Fokussierung) und einem Kontrast-AF wählen (Stativ-Modus). Diese Modi stehen auch bei Videoaufnahmen zur Verfügung.
Auch ein Sensorreinigungssystem hat die Neue von Nikon zu bieten. Der Tiefpassfilter auf dem Sensor wird in Schwingungen versetzt und soll so anhaftende Staubpartikel abschütteln. Wie bereits bei der D3 kann man auch beim Nachfolger zwei Compact-Flash Steckplätze nutzen, auf welche parallel geschrieben werden kann. Diese Möglichkeit ist unter anderem hilfreich für Back-Ups oder zur Organisation von RAW- und JPEG-Aufnahmen. Auch Videos und Bilder lassen sich so getrennt ablegen.
Ab November 2009 kommt man für rund 5000 Euro in den Genuss der Nikon D3s.
Neues Makro-Objektiv von Nikon
Mit dem AF-S DX 3,5/85mm G ED VR bringt Nikon ein kompaktes, leichtes und porträttaugliches Makro auf den Markt. Die 85 mm Festbrennweite ist für Kameras mit Sensoren im APS-C-Format.
Das neue Nikkor für Nikon DX-Spiegelreflexkameras ist nicht nur kompakt, sondern auch leicht und für Anfänger ein schöner Einstieg in die Themenfotografie der Nahaufnahmen. Vom Gewicht her ist das Objektiv auf Kameras wie etwa die D5000 oder D90 abgestimmt. An Bord ist bereits der Bildstabilisator (Nikon-Kennung: VR) zur Vermeidung von Verwacklungsunschärfen bei längeren Belichtungszeiten oder beim Filmen.
Für rund 570 Euro ist neben Makroaufnahmen im Abbildungsmaßstab 1:1 auch das erstellen von Porträts möglich. Die Blende des Objektivs ist aus neun abgerundeten Lamellen aufgebaut und erzeugt eine angenehme Unschärfe vor und hinter der eingestellten Entfernung (Schärfeebene). Der Ultraschallmotor (Silent-Wave-Motor) sorgt für eine schnelle und präzise Fokussierung. Die Frontlinse dreht sich bei der Fokussierung nicht mit, was beim Einsatz von Makroblitzen sowie Filtern von Vorteil ist. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll das Objektiv im Handel sein.
Die aktuellen IFA-Neuheiten
Auch für die Fotoszene hat die IFA eine durchaus große Bedeutung. Was sind die neusten technischen Trends und was muss ich dafür ausgeben? Diese kleine Vorstellung diverser Kameras soll Aufschluss geben.
Nikon Coolpix S1000pj (Preis Straße: 399 EUR)
Die Nikon Coolpix S1000pj ist die erste Digitalkamera mit integriertem Projektor. Mit 12,1 Megapixeln und High ISO bis 6400 kann die Kamera aufwarten. Das Smart Portrait-System unterstützt beim Erstellen von Porträts, welche sich auf dem 2,7"-Antireflex-Monitor in Ruhe betrachten lassen. Ein besonderes Highlight ist der eingebaute LED-Projektor, sowie der doppelte Bildstabilisator. Auch das Objektiv mit 5x Weitwinkelzoom (ca. 28-140 KB) gehört zu den Merkmalen des neusten Modells der Coolpix-Serie.
Panasonic DMC-FZ38 (Preis Straße: 399 EUR)
Die Panasonic DMC-FZ38 ist das Nachfolgermodell der Limix FZ28 und wartet mit einem 18x Leica-Zoom sowie einem verbesserten optischen Bildstabilisator auf. Der Zoombereich liegt bei 27-486 mm (KB). Mit dem integrierten Stereomikrofon lassen sich AVCHD-Videos aufnehmen, welche sich über den HDMI-Anschluss wiedergeben lassen.
Fujifilm FinePix S200EXR (Preis Straße: 499 EUR)
Die Fujifilm FinePix S200 EXR (siehe auch: Fujifilm S200EXR: Bridgekamera im SLR-Look) ist eine Bridge-Kamera für höchste Ansprüche. Der Super CCD EXR-Sensor wird mit einem 14,3x Zoom (30,5-436 mm / KB) gefüttert, welches mit doppelter Bildstabilisierung verwacklungsfreie Bilder garantieren soll. Neben der sehr hohen Farbdynamik und dem geringen Bildrauschen kann die Kamera mit ihrer intelligenten Blitztechnik überzeugen. High ISO ist bis 12800 möglich.
Olympus Pen E-P1 mit 14-42 mm Zoom (Preis Straße: 799 EUR)
Die Olympus Pen E-P1 kommt in einem ultrakompakten, eleganten wirkenden Retro-Design daher. Optisch entspricht sie einer Kompaktkamera, jedoch ist ein Objektivwechsel möglich (Olympus Pen E-P1 inklusive 2,8/17 mm - Preis Straße: 899 EUR). Auch der Bildstabilisator trägt zur höchsten Bildqualität bei. Sowohl die Aufnahme von HD-Videos auch als die Ausgabe über den HDMI-Ausgang sind serienmäßig.
Canon EOS 7D Body (Preis Straße: 1649 EUR)
Die Canon EOS 7D (siehe auch: Canon EOS 7D ab Oktober 2009) geht als Mittelding zwischen der Canon EOS 50D und der Canon EOS 5D ins Rennen. Sie kann mit 18 Megapixeln, Full-HD Videoaufzeichnung sowie Maximal 8 Bilder pro Sekunde glänzen. High ISO bis 12800 sowie ein AF mit 19 Kreuzsensoren sprechen für sich. Das Gehäuse ist entsprechend der Oberklasse aus einer Magnesium-Legierung und der neue intelligente Sucher mit Einblendungen lässt keinerlei Wünsche offen.
Nikon D300s Body (Preis Straße: 1699 EUR)
Die Nikon D300s kommt mit HD Videoaufzeichnung, bis zu 7 Bilder pro Sekunde und einem 3 Zoll Monitor. Der hochempfindliche CMOS-Sensor kommt auf satte 12,3 Megapixel und wird mit 51 AF-Messfeldern in Szene gesetzt. Live View ist ebenso mit an Bord wie der CF- und SD-Kartenslot.
Pentax K7 Kit 18-55WR (Preis Straße: 1299 EUR)
Die Pentax K7 besitzt einen 3 Zoll Monitor und schafft bis zu 5,2 Bilder pro Sekunde. Sie ist wetterfest und staubdicht, also genau das Richtige für heiße Fototouren, wo das Equipment ans Limit geht. Der integrierte Bildstabilisator sowie der Sensor mit 14,6 Mio Pixel lassen einen das Letzte aus den Bildern rausholen. Neben der HD Videoaufzeichnung sollte auch der hochauflösende 3 Zoll Monitor sowie Verschlusszeiten von bis zu 1/8000 Anklang finden.
Probleme bei Nikon D5000 behoben
Gute Nachrichten für die wenigen betroffenen Besitzer einer Nikon D5000. Einige Fabrikate der Serie verweigern trotz voll geladenem Akku den Dienst. Diese Einschaltprobleme beheben alle Nikon Servicestellen ab dem 22. Juli.
Der Fehler tritt bei voll geladenem Akku, jedoch auch unter Verwendung des Netzadapters EH-5 sowie mit dem Akkufachadapter EP-5 auf. Nikon hat zugesichert, die Reperaturen der betroffenden Kameras zügig und kostenlos durchzuführen.
Canon oder Nikon?
Canon oder Nikon? Mercedes oder Audi? Es ist wirklich wie beim Autokauf. Denn beide geben sich, zumindest rein technisch gesehen, nicht viel. Dennoch ist die Frage allgegenwärtig, denn wer sich einmal entscheidet, sich oftmals auf ewig bindet. Von der Rechnung her wird man bei vergleichbaren Modellen der beiden Hersteller kaum einen Unterschied feststellen. Was man beim einen Hersteller am Body (Kameragehäuse) spart, gibt man beim anderen weniger für das Objektiv aus.
Ich habe mich damals (vor etwas mehr als zwei Jahren) für Canon entschieden. Warum? Die Antwort ist so einfach wie praktisch: Weil ich mehr Leute mit Canon kenne. Und daran sollte man sich meiner Meinung nach auch orientieren. Wenn mir nämlich auf der Fototour unerwartet der Akku schlapp macht, können mir meine Freunde ohne Probleme aushelfen. Zudem kann man sämtliches Zubehör, sowie Objektive ganz einfach untereinander austauschen. Das kann, gerade bei sehr "speziellen" Objektiven wie zum Beispiel einem Makro oder einem sehr großen Teleobjektiv, durchaus sinnvoll sein. Denn es macht nicht wirklich sinn, dass jeder die gleiche Brennweite in seinem Rucksack mit sich rum schleppt.
Objektive und Zubehör von den bekannten Drittanbietern wie Sigma, Tamron und vielen mehr gibt es sowohl für Canon als auch für Nikon. Hier wird einfach nur zwischen den verschiedenen Anschlusstypen unterschieden. Was übrigens ein ganz wichtiger Punkt beim Kauf von Objektiven ist (besonders wenn man im Internet bestellt). Wer hier nicht acht gibt, kann schnell eine böse Überraschung erleben. Preislich bestehen hier jedoch, egal welchen Anschlusstyp man benötigt, keine Unterschiede.
Vor allem in einer fotobegeisterten Familie rentiert es sich, das Equipment aufeinander abzustimmen. Ich habe vor kurzem eine Sendung im Fernsehen gesehen, bei der eine vierköpfige Familie mit vier verschiedenen Marken ausgestattet war. So geht sicherlich jeder seiner bevorzugten Marke nach, dafür braucht jeder andere Objektive, anderes Zubehör und im Problemfall auch einen anderen Servicecenter. Eine durchaus kostspielige Lösung, die für mich nicht ganz begreiflich ist. Im professionellen Bereich gelten hierbei andere Regeln, aber im Amateurbereich sollte man von solch einer umständlichen Lösung Abstand nehmen.





