Manu's Blog A photograph gives us the naked truth, which has to be clothed by the imagination.

5Mrz/102

Zeitreise durch das eigene Fotoarchiv

Fotografieren beruht auf viel Erfahrung und Übung. Man kann Bücher, Blogs und Foren welzen soviel man will, am Schluss muss man doch selbst die Erfahrungen machen. Umso interessanter ist ein Rückblick auf das bisher geleistete und wie eigentlich alles anfing. Ich habe mal einen Rückblick in die Anfangszeit mit meiner Spiegelreflex (Canon EOS 400D) gewagt.

Ich blicke zurück auf eine Zeit, in der ich mehr mit den verschiedenen Einstellungen der Kamera (Manueller Modus) beschäftigt war, als mit dem eigentlichen Motiv. Über vier Jahre fotografiere ich nun schon mit einer Spiegelreflexkamera, eine lange Zeit in der ich viel gelernt habe. Bei so manchem Bildausschnitt, der ein oder anderen Perspektive oder Kameraeinstellung frage ich mich heute "Was hast du dir damals dabei gedacht?". Die Antwort dürfte in diesem Fall wohl lauten "Gar nichts. Ich wusste es nicht besser.". Dabei hatte ich mich doch so einschlägig mit diversen Büchern, Blogs von den Profis und Foren mit Tipps und Tricks beschäftigt.

Schön ist vor allem auch zu beobachten, wie die Bilder von Aufnahme zu Aufnahme besser werden. Die Bilder zeigen eindeutig, was man über die Jahre an Erfahrungen gesammelt hat. Heute bin ich froh, dass ich mit meiner Spiegelreflex nie im Automatik-Modus gearbeitet habe. Viele Anfänger arbeiten zunächst im Automatik-Modus, welcher zwar sehr bequem ist, jedoch die Kamera in keinster Weise ausreizt. Das Spielen mit dem Fokus, der Blende und dem Licht fällt hier im Grunde weg. Zumal der Automatik-Modus von Kameras im Allgemeinen (egal ob Spiegelreflex oder Digicam) dazu neigt, ständig den Blitz einzuschalten. Hat man sich erstmal daran gewöhnt, dass die Kamera "alles" automatisch macht, fällt es schwer, plötzlich sämtliche Einstellungen manuell vorzunehmen.

Sicherlich kostet es anfangs viel Zeit, sich mit den ganzen Knöpfen, Einstellrädchen und Anzeigen vertraut zu machen, aber es lohnt sich. Je mehr Fotos man macht und sich mit der Materie beschäftigt, desto schneller werden die ganzen Einstellungen zur Routine und man bekommt ein Gefühl dafür, welche Einstellung für das aktuelle Motiv passend ist.

28Sep/095

“Camera matters?”

Wir Menschen neigen dazu, Dinge oftmals sehr oberflächlich zu betrachten und einzuschätzen. Wir versuchen immer, Dinge miteinander zu vergleichen und abzuwägen. Wer also eine teure Armbanduhr am trägt, hat Kohle, obwenn es vielleicht nur ein Plagiat ist. Ähnlich ist das beim Betrachten und Bewerten von Fotos auch. Eine tolle Kamera und ein super Objektiv sagen uns: Das Bild kann nur klasse sein. Dabei dachten wir doch immer, der Mensch hinter der Kamera und nicht die Kamera selbst macht die Bilder?

In zahlreichen Fotoforen kann man derartige Bewertungsformen beobachten. Leute die sich mit dem verwendeten Equipment brüsten, kriegen oftsmals die wohlwollenderen Bewertungen. So kommt es nicht gerade selten vor, dass absolut gleichwertige Bilder basierend auf dem verwendeten Equipment ganz unterschiedlich bewertet werden. Da können wir als Fotofans nur mit dem Kopf schütteln.

Noch heiterer wird es, wenn auf manchen Plattformen getrommelt wird: Gute Fotos kann man nur mit einer Spiegelreflex machen. Dabei ist für einen wahren Meister dieser Kunst die Kamera nur das Mittel zum Zweck, mehr auch nicht. Dennoch haben derartige Aussagen gewicht, und so rennen alle in den nächsten Elektronikfachhandel und kaufen sich die nächst beste Spiegelreflex. Und dann? Man möchte sich gar nicht ausführlich mit der Bedienung der Kamera beschäftigen und tut das, was die Meisten tun: Automatikmodus.