Canon EOS 7D: Die Geister die man rief
Canon meldet, dass es unter selten auftretenden Umständen bei der neuen Spiegelreflexkamera EOS 7D zu Geisterbildern kommen kann. An der Lösung des Problems wird bereits gearbeitet. Die Geisterbilder tauchen im Serienbildmodus der Kamera auf und zeigen Reste der vorangegangenen Aufnahme. Sichtbar werden die Geisterbilder erst bei einer nachträglichen Belichtungskorrektur, bei optimaler Belichtung bleiben sie verborgen. Ein Update der Firmware ist bereits geplant.
Firmware-Version 2.1 für Lumix LX3
Ende September stellte Panasonic die Firmware-Version 2.0 der LX3 vor, welche kurze Zeit später zurück gezogen wurde (siehe auch: Panasonic zieht Firmware-Update zur LX3 zurück). Nun ist das Update in der Version 2.1 erschienen, welche die als fehlerhaft eingestufte Version ersetzen soll.
Die folgenden Funktionen wurden hinzugefügt beziehungsweise verbessert:
- Verbesserter Weißabgleich
- Beschleunigter Autofokus
- Seitenformat 1:1 für Fotos möglich
- Weißabgleich-Bracketing möglich
- Belichtungskorrektur und Belichtungsbracketings auf +/- 3 EV erweitert
- Gitterlinien lassen sich verschieben
- Letzte Zoomposition und manuelle Fokussierung kann beim Ausschalten gespeichert werden
- Letzte Menüeinstellung wird gespeichert und wird beim nächsten Aufruf wieder angezeigt
- Motivprogramm "Hohe Dynamik" (erzielt einen HDR ähnlichen Effekt mit mehr Zeichnung in den Lichtern und Schatten; Modi: Kunst, Standard, Schwarz-Weiß)
- Bildname lässt sich mit Namen des Fotografen versehen
- Anzeige der Spitzlichter im Wiedergabemodus möglich
- Ditigale Rote-Augen-Reduktion wurde überarbeitet
Weitere Informationen sowie das Firmware-Update gibt es auf der Seite von Panasonic.
Lexar bringt 600x Compact Flash-Karten
Neben SanDisk bietet nun auch Lexar Compact Flash-Karten mit Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 90 MB pro Sekunde (600x) auf den Markt. Vor allem in Geräten, welche UDMA-6 kompatibel sind (z.B. Canon EOS 7D, Canon EOS 5D Mark II, Nikon D3x und Nikon D300s), können die Karten ihre Geschwindigkeitsvorteile ausspielen.
Beim Schreiben sollen sie eine garantierte Mindestgeschwindigkeit von 90 MB / Sekunde erreichen, beim Lesen werden 80 MB / Sekunde vorgegeben. Aufgrund der schnellen Geschwindigkeit ist es möglich, mehr Serienbildaufnahmen zu tätigen, da sich der kamerainterne Pufferspeicher schneller leert. Mit im Lieferumfang enthalten ist Lexars neue Datenrettungssoftware Image Rescue in der Version 4 (Windows und Mac), welche zu den aktuellen RAW-Formaten kompatibel ist. Preislich sind die 600x-Karten mit 8 GB bei ca. 200 Dollar und 16 GB bei ca. 300 Dollar angesiedelt. Im November soll eine Variante mit 32 GB folgen.
Neues Profimodell: Nikon D3s vorgestellt
Auch im Profisegment legt Nikon nach. Die D3 bekommt ein Facelift und wird somit zur D3s. Neben einem neuen Sensor bietet sie höhere Empfindlichkeiten und ermöglicht Videoaufnahmen in HD-Qualität.
In Sachen Auflösung hat sich zwischen der D3 und der D3s nichts getan, mit 12,1 Megapixel auf einem Vollformat-Sensor (24 x 36 mm) sind die Kameras identisch. Optimiert wurde bei der D3s hingegen das Design des Sensors und der Mikrolinsen. Die Kamera kann automatisch auf das DX-Format umschalten, wenn Objektive verwendet werden, welche für APS-C gedacht sind. Mit einem ISO-Bereich von 200 bis 12.800 (erweiterbar auf ISO 100 bis 102.400), bis zu elf Bildern pro Sekunde in voller Auflösung und Videoaufzeichnungen in HD-Qualität (720p / 24 fps) kann das neue Modell glänzen. Der gegenüber der D3 erweiterte Pufferspeicher nimmt bis zu 48 RAW-Dateien in Folge ohne Probleme auf.
Auch in Sachen Autofokus hat die D3s ein paar Optimierungen zu bieten, welche sich vor allem positiv auf die Fokus-Verfolgung auswirken sollen. Das 51-Messfeld-System mit 15 Kreuzsensoren soll in Verbindung mit einer automatischen Szenenerkennung bewegte Motive zuverlässig erfassen und verfolgen können. Auch der Live-View-Modus darf nicht fehlen, bei welchem der Fotograf zwischen Phasen-Detektions-Methode (Spiegel klappt zum Fokussieren hoch und das Bild verschwindet für die Dauer der Fokussierung) und einem Kontrast-AF wählen (Stativ-Modus). Diese Modi stehen auch bei Videoaufnahmen zur Verfügung.
Auch ein Sensorreinigungssystem hat die Neue von Nikon zu bieten. Der Tiefpassfilter auf dem Sensor wird in Schwingungen versetzt und soll so anhaftende Staubpartikel abschütteln. Wie bereits bei der D3 kann man auch beim Nachfolger zwei Compact-Flash Steckplätze nutzen, auf welche parallel geschrieben werden kann. Diese Möglichkeit ist unter anderem hilfreich für Back-Ups oder zur Organisation von RAW- und JPEG-Aufnahmen. Auch Videos und Bilder lassen sich so getrennt ablegen.
Ab November 2009 kommt man für rund 5000 Euro in den Genuss der Nikon D3s.
Neues Makro-Objektiv von Nikon
Mit dem AF-S DX 3,5/85mm G ED VR bringt Nikon ein kompaktes, leichtes und porträttaugliches Makro auf den Markt. Die 85 mm Festbrennweite ist für Kameras mit Sensoren im APS-C-Format.
Das neue Nikkor für Nikon DX-Spiegelreflexkameras ist nicht nur kompakt, sondern auch leicht und für Anfänger ein schöner Einstieg in die Themenfotografie der Nahaufnahmen. Vom Gewicht her ist das Objektiv auf Kameras wie etwa die D5000 oder D90 abgestimmt. An Bord ist bereits der Bildstabilisator (Nikon-Kennung: VR) zur Vermeidung von Verwacklungsunschärfen bei längeren Belichtungszeiten oder beim Filmen.
Für rund 570 Euro ist neben Makroaufnahmen im Abbildungsmaßstab 1:1 auch das erstellen von Porträts möglich. Die Blende des Objektivs ist aus neun abgerundeten Lamellen aufgebaut und erzeugt eine angenehme Unschärfe vor und hinter der eingestellten Entfernung (Schärfeebene). Der Ultraschallmotor (Silent-Wave-Motor) sorgt für eine schnelle und präzise Fokussierung. Die Frontlinse dreht sich bei der Fokussierung nicht mit, was beim Einsatz von Makroblitzen sowie Filtern von Vorteil ist. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll das Objektiv im Handel sein.
Canon Professional Service on Tour
Kostenlose Vorträge, Live-Shootings, Produktdemonstrationen und die Herbst-Neuheiten aus erster Hand von den Profis von Canon erfahren? Das Professional-Service-Team von Canon geht on Tour und Sie können dabei sein!
In der Zeit vom 27. Oktober bis 19. November 2009 können Sie neben PhaseOne auch die Unternehmen Adobe, Apple, EIZO, Hasselblad, Hensel, Leica Camera, Nurizon und Zeiss erleben.
Was Sie dafür tun müssen? Suchen Sie sich einen der folgenden Termine in Ihrer Nähe aus und melden Sie sich kostenfrei zur Veranstaltung an. (Den genauen Veranstaltungsort entnehmen Sie bitte der Anmeldeseite.)
Öffnungszeiten jeweils 12-19 Uhr
27.10.09: Frankfurt
29.10.09: Dortmund
03.11.09: Hamburg
05.11.09: Berlin
10.11.09: München
12.11.09: Wien
17.11.09: Fellbach
19.11.09: Köln
Zeiss baut sein Canon-Objektivsortiment aus
Bei Carl Zeiss geht es momentan zu wie im Taubenschlag. Nach den zwei Distagonen mit 18 und 21 mm Brennweite für Canon EOS kündigt man direkt das Weitwinkelobjektiv Distagon T* 2/28 mm ZE mit EF-Bajonett an (EOS analog und digital).
Bislang war das Weitwinkelobjektiv lediglich mit Anschlüssen für Nikon und Pentax erhältlich und soll nun auch in den Kamerataschen der Canon-Besitzer Platz finden. Das Distagon T* 2/28 mm ZE ist trotz seiner kompakten Bauweise und der aufwändigen Retrofokus-Konstruktion sehr lichtstark. Bei offener Blende 2,0 sind nicht nur schlechte Lichtverhältnisse kein Problem, sondern man kann auch schön mit der Schärfentiefe spielen. Nebst der Zeiss T* Anti-Reflex-Beschichtung, welche das Objektiv unempfindlich gegenüber Streulicht und Reflexen macht, sorgt vor allem das Floating-Elements-Design für eine hohe Abbildungsleistung von der Nahgrenze bis hin zum Unendlichen.
Ab Herbst soll das Distagon T* 2/28 ZE von Carl Zeiss für alle Canon-Besitzer im Regel stehen und wird preislich in etwa bei 1.149 Euro (UVP) liegen.
Sigma bringt DP1s und Firmwareupdate für DP2
Nebst eines Firmwareupdates für die DP2, welches den Weißabgleich optimieren soll, verbessert Sigma seine beiden Kompaktkameras mit großem Direktbildsensor. Die DP1s hat wie das Vorgängermodell ein Objektiv mit kleinbildäquvalenten 28 mm, die DP2 mit 41 mm (KB) Brennweite.
Bei beiden Kameras kommt der bekannte Foveon-Direktbildsensor zum Einsatz, welcher mit Abmessungen von 20,7 x 13,8 mm etwa an die Größe von Spiegelreflexsensoren ran kommt. Aufgebaut ist er in drei Schichten, welche jeweils 4,7 Millionen Pixel aufweisen. Nebst den verbesserten Bildergebnissen bei Gegenlicht soll bei der DP1s (ca. 500 Euro) gegenüber der DP1 nun das Anlegen eines "Quick-Set" auf den Zoomtasten zur schnelleren Bedienung möglich sein.
Für die DP2 bringt die Firmwareversion 1.03 neben dem optimierten Weißabgleich auch die Behebung des Einfrierens der Kamerafunktionen, was in bestimmten Situationen eintreten konnte.
- Link: Firmwareupdate für DP2
Wer ist eigentlich “Jappy”?
Bilderklau im Internet, das ist ein großes Thema bei Fotografen. Was man in stundenlanger Arbeit ablichtet und bearbeitet wird mit wenigen Klicks gefunden und weiterveröffentlicht. Nebst Agenturseiten, auf denen man Bilder (Geschützt durch Wasserzeichen) zum Kauf anbietet sind es vor allem die Suchmaschinen, die Bilder ausspucken.
Vermehrt nehmen Zugriffe von Seiten wie "Jappy" auf Homepages von Fotografen zu. Doch wer ist eigentlich "Jappy"? Hierbei scheint es sich um ein ähnliches soziales Netzwerk zu handeln, wie man sie bereits überall im Internet finden kann. Verwendet werden die Fotos, um sie bei Freunden im Gästebuch in Form eines Hotlinks zu veröffentlichen. Ein netter Bildergruß, welcher dazu führt, dass der Datentransfer auf Kosten dessen geht, von dem das Foto stammt. Die wenigsten Leute sind sich dort bewusst, dass Bilder, welche über die Suchmaschine gefunden werden, noch lange nicht lizenzfrei erhältlich sind.
Robert Kneschke (selbstständiger Fotograf) ist diesem Phänomen auf den Grund gegangen. Aber auch andere Fotografen entnehmen den Logdateien diverse Zugriffe der Seite "Jappy". Übrigens auch meine Wenigkeit ist betroffen, und das sogar ganz massiv. Ich habe versucht, einige der Profile aufzurufen, leider sind die Meisten nur für Mitglieder einsehbar. Bei zwei Profilen hatte ich Glück, sie waren frei zugänglich und nach ein bisschen Blättern im Gästebuch habe ich die ersten Bilder von mir gefunden. Übrigens: Eine mir nicht bekannte Dame hinterlässt besonders gerne Grüße mit Fotos von mir auf dieser Plattform.
Den Kampf will ich derartigen Plattformen und Netzwerken nicht ansagen. Robert Kneschke hat ihn bestritten und erzählt in seinem Blog, wie steinig dieser Weg zu sein scheint. Da meine Fotos dort mit Wasserzeichen erscheinen, sehe ich die Sache noch gelassen. Immerhin wirkt es sich positiv auf die Rankings in diversen Suchmaschinen aus. Dennoch wäre es ganz schön, wenn meine mir bis dato unbekannten Fans wenigstens in Form eines kleinen Links zu meiner Seite die Ehre erweisen würden.
Photoshop für das iPhone
Nun, für das Mobiltelefon aus dem Hause Apple gibt es ja so einiges. Bislang blieben die Momente aus, wo ich mein Windows Mobile Handy gegen ein iPhone tauschen wollen würde. Dies hat sich im Prinzip auch jetzt nicht geändert, doch Photoshop auf dem Handy, das ist doch echt mal eine klasse Sache!
Olaf Bathke (Fotograf aus Kiel) hat das kostenlose App im iTunes-Store USA gefunden. Klar, der Funktionsumfang kann mit der Desktopversion der Bildbearbeitungslegende noch nicht ganz mithalten. Aber immerhin sind einige grundlegende Funktionen wie zum Beispiel Crop, Belichtung, Schwarz-Weiß etc. möglich.
Dabei wird, so Olaf Bathke, die Touchscreenbedienung konsequent vom mobilen Photoshop umgesetzt und man kann ganz einfach mit dem Finger seine Bilder anpassen. Dieser kostenlose Spaß ist bislang jedoch lediglich Amerikanern vorbehalten. Ein Zweitwohnsitz in den vereinigten Staaten ist als Europäer notwendig, um in den Genuss von dem mobilen Bildbearbeiter zu kommen.
Wie man seinen "Zweitwohnsitz" in den USA bei iTunes anmeldet, beschreibt Olaf Bathke in seinem Blog. (Übrigens auch, wie man diese kleine Träumerei wieder Rückgängig machen kann.)





