Haben Sie ihn, den “Workflow”?

Je mehr man sich mit dem Bearbeiten seiner Bilder beschäftigt, desto mehr Routine entwickelt sich unweigerlich. Bestimmte Arbeitsschritte werden zu Arbeitsabläufen und gehen leicht und ohne große Anstrengungen von der Hand. Profis sprechen hierbei vom “Workflow”.  In der Ausgangsposition haben wir ein unbearbeitetes Foto, welches wir publikumstauglich machen. Bei vielen Leuten landet das Foto erstmal in Photoshop und es werden Kleinigkeiten korrigiert: Etwas an den Ton- und Farbwerten, sowie dem Kontrast schrauben. – So auch bei mir.

Wenn ich ein Foto für meine Online-Galerie vorbereite, wird das Foto zunächst in Photoshop geladen. Meine ersten Schritte sind die Korrektur der Ton- und Farbwerte sowie der Kontrast. Als nächstes kümmere ich mich um die Linien im Bild. Häuser die aufgrund fallender Linien zu kippen drohen, ein schiefer Horizont, das alles lässt sich mit wenigen Klicks beheben und wertet das Foto unheimlich auf. Doch auch der Bildrand und insbesondere der Bildausschnitt verdient Aufmerksamkeit. Meist stellt man erst zuhause am Computer fest, dass sich am Bildrand ein Kopf oder Arm eines Passanten eingeschlichen hat. Oftmals lohnt es sich, etwas mit dem Bildausschnitt zu experimentieren, um das Auge des Betrachters durch das Bild zu “lenken”. Das Geschehen am Rand lenkt den Betrachter zu oft vom Wesentlichen ab. Nachdem ich meinem Bild den letzten Schliff verliehen habe, wird es mit einem Wasserzeichen versehen und auf eine Auflösung mit einer Seitenlänge (längste Seite) von 1000 Pixeln reduziert. Nun kann das Bild veröffentlicht werden.

Selbstverständlich variieren meine Schritte je nach Verwendungszweck. Das Entwickeln eines persönlichen “Workflows” ist kein Muss, kann jedoch die Arbeit sehr erleichtern. Viele Abläufe in Photoshop geschehen bei mir intuitiv, ohne darüber großartig nachdenken zu müssen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Weniger Grübeln, mehr auf das Resultat achten.

Um schnell und produktiv mit Bildbearbeitungsprogrammen arbeiten zu können, ist viel Übung gefragt. Es dauert einige Zeit, bis man ein Gefühl für die richtigen Einstellungswerte und Funktionen entwickelt. Nach einiger Übung bekommt man Erfahrungswerte für diverse Regler und Variablen, welche sich in der Vergangenheit als gut erwiesen haben. Zum Üben eignen sich hervorragend Tutorials, welche die grundlegenden Funktionen des Bildbearbeitungsprogramms abdecken und effiziente Wege aufzeigen.

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