In Zeiten von GPS und Geotagging wollen auch Fotografen den Aufnahmeort eines Motivs nicht länger missen. Die Firma Jobo stellt zwei neue Geotagging-Geräte vor, welche sich vor allem durch den Speicher unterscheiden: photoGPS2 und photoGPS4.
Die Ursprungsversion konnte bisweilen lediglich 1.000 Aufnahmeorte festhalten, bei den neuen Geräten sind 2.000 (photoGPS2) bzw. 4.000 (photoGPS4) möglich. Zudem wurde das Reverse Geocoding verbessert, mit dessen Hilfe den Längen- und Breitengraden Adressdaten zugeordnet werden. Hierbei profitiert man vor allem von den Updates der Open Street Map Datenbank. Befestigt wird das Gerät am Blitzschuh der Kamera und speichert beim Auslösen die relevanten Daten. Erst am Computer werden die Geodaten den jeweiligen Bildern zugeordnet. Bei JPEG-Aufnahmen werden die Standortinformationen direkt in die EXIF-Daten der Datei geschrieben, bei RAW-Aufnahmen wird eine “Sidecar”-Datei erstellt. Der Akku (Lithium-Polymer) des Geräts wird per USB-Anschluss aufgeladen und soll zwi Monate halten (bei 100 Aufnahmen pro Tag). Ab Ende April sollen die beiden Geräte im Handel sein, für die kleine Variante photoGPS2 werden ca. 100 Euro fällig, für photoGPS4 rund 130 Euro.







Für eine Reihe von Nikon Cameras D5000, D90 und D200 aufwärts bis zur D3x gibt es Geotagger die direkt an die Kamera angeschlossen werden. Die GPS-Informationen landen direkt im EXIF von NEF und/oder JPG. Bei einigen Modellen der “Solmeta Geotagger” wird dank Kompass sogar die Blickrichtung mit gespeichert. Geotagger von Dawntech können auch noch den Weg der Foto-Tour aufzeichnen. Beide Hersteller haben mittlerweile eine automatische Indoor-Funktion damit Bilder in Umgebungen ohne ausreichenden GPS-Empfang die letzte bekannte Koordinate als Näherung bekommen.
Canon ab 40D, 50D, 1d MIII, 5d MII und 7D sind auch (quasi) direkt Geotagging fähig. Leider setzt Canon als “Adapter” ein passendes WFT-E (Wireless Transmitter) voraus. Hierfür hat Dawntech als einziger speziell den Dawntech di-GPS-USB entwickelt. Auch der schreibt direkt ins EXIF von JPG und RAW.
Das mit dem Reverse Geocoding ist zwar nett. Wird aber bald überholt sein. Die Koordinaten sind in der Regel eh genauer als die Ortsbegriffe die das System ausspuckt. Und wer bitte sucht den später nach “Ließchen-Müller-Strasse in Hinterfupflingen” oder nach “Avenue de Quelqhechose in Nimportou, France”?
Digikam Map Search Tool (http://www.gps-camera.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=172), CDWinder Geofinder, Maperture Proximity Search, … zeigen wohin die Reise geht. Stehen aber noch am Anfang. Einfach eine Karte wie in Google Maps öffnen, eine Region oder Straße suchen und dann die Bilder auf der heimischen Festplatte suchen die Ihre Koordinaten im SUchbereich haben. Dazu reichen die Koordinaten im Bild. Die Logic um (fehlertollerant) nach “Lieschen Muller Strasse in Hintertupflingen” zu suchen gehört in den Karten Server (so wie das Google Maps ja schon macht).