Eine persönliche Visitenkarte im Internet hat mittlerweile jeder, warum also nicht auch Sie? Fotografieren tun Sie auch, natürlich digital nehme ich an. Richtig? – Dachte ich es mir! Doch bevor Sie die Bilder auf Ihrer eigenen Homepage präsentieren können, empfiehlt sich eine geeignete Galerie. Doch welche ist die Richtige für Sie? – Oder besser: Gibt es überhaupt “die Richtige”?
Wenn Sie wüssten, wie lange ich hin und her überlegt habe, bevor ich meine Galerie fertiggestellt habe, ich glaube Sie würden Ihre Pläne ganz schnell wieder verwerfen. Deshalb möchte ich Ihnen bei dieser Gelegenheit etwas Wissen mit den Weg geben, mit dem Sie hoffentlich schnell an Ihr Ziel kommen. Ich habe damals so ziemlich mit allen Optionen gespielt, hin vom selbst programmieren (die Fähigkeiten waren da, die notwendige Zeit leider nicht), bis hin zu verschiedensten Galerie-Komponenten, die Sie sicher alle schonmal bei Ihrer Reise durch diverse Fotoseiten gesehen haben.
Das Positive an den ganzen Galerie-Komponenten ist, dass sie im Grunde alle recht gut sind. Die Unterschiede liegen meist im Detail und im Funktionsumfang. Es ist nicht unbedingt sinnvoll, eine Komponente zu wählen, welche besonders viele Funktionen beinhaltet, welche Sie im späteren Gebrauch jedoch gar nicht benötigen. Ein weiterer Punkt ist die Anzahl der Bilder, welche später in der Galerie verwaltet werden sollen. Am Anfang stellt dies kein großes Problem dar, denn Sie werden sicher nicht direkt ein paar tausend Fotos hochladen. Wir sollten uns jedenfalls vor Augen halten, dass es tendenziell immer mehr Fotos werden und nicht jede Galerie gleich gut mit großen Datenmengen umgehen kann (vor allem dann, wenn viel Verkehr herrscht).
Neben den möglichen Strukturen Ihrer Galerie sollten Sie auch überlegen, welche Informationen Sie jedem Bild hinzufügen möchten. Ich habe in einer meiner Galerien anfangs sämtliche Informationen angegeben und jedem Foto eine kleine Beschreibung hinzugefügt. Das ist zwar schön, kostet aber unheimlich viel Zeit und wird später Ihre Galerie unter Umständen lahm legen. Wenn Sie mal nicht genug Zeit haben, diese Informationen anzugeben, kommen Sie vielleicht zu dem Schluss, die Bilder erst gar nicht hochzuladen. So ging es jedenfalls mir und ich sah mich nach einer anderen Möglichkeit um, meine Bilder im Web zu präsentieren.
Und genau hier liegt ein weiteres Problem: Es ist so gut wie unmöglich, Bilder von einer zur anderen Galerie-Komponente zu migrieren. Hat Ihre Galerie dann eine gewisse Größe, Kommentare und Aufrufe zu verzeichnen, fällt der Wechsel besonders schwer. Um diesem Problem zu entgehen, sollten Sie sich wirklich die Zeit nehmen, verschiedene Komponenten ausgiebig zu testen und dann zu wählen. Meist gibt es Demo-Seiten, auf denen Sie die Komponente auf Herz und Nieren testen können. Machen Sie davon regen Gebrauch, es zahlt sich am Schluss aus!
Wenn Sie die Wahl getroffen haben, machen Sie sich vor dem großen Hochladen Gedanken darüber, wie Ihre Galerie strukturiert sein soll. Kategorisieren Sie sinnvoll, nicht Quanität sondern Qualität. Auch hier gilt: Im Nachhinein ist es sehr zeitaufwendig und kompliziert, die Strukturierung komplett zu überarbeiten. Zudem wird es Ihre Besucher verwirren, wenn sie plötzlich (bedingt durch die Umstrukturierung) ihre Lieblingsbilder nicht mehr an gewohnter Stelle vorfinden. Es ist durchaus sinnvoll, sich mögliche Strukturen auf Papier aufzuzeichnen. Wenn Sie der Meinung sind, dass sie eine gute Struktur zu Papier gebracht haben, zeigen Sie sie Ihren Freunden und Kollegen. Oftmals bekommen Sie auf diese Weise Vorschläge, auf die Sie alleine vielleicht nie gekommen wären. Danach können Sie Ihre Ideen dann in die Tat umsetzen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Galerie!






