Wer ist eigentlich “Jappy”?
Bilderklau im Internet, das ist ein großes Thema bei Fotografen. Was man in stundenlanger Arbeit ablichtet und bearbeitet wird mit wenigen Klicks gefunden und weiterveröffentlicht. Nebst Agenturseiten, auf denen man Bilder (Geschützt durch Wasserzeichen) zum Kauf anbietet sind es vor allem die Suchmaschinen, die Bilder ausspucken.
Vermehrt nehmen Zugriffe von Seiten wie "Jappy" auf Homepages von Fotografen zu. Doch wer ist eigentlich "Jappy"? Hierbei scheint es sich um ein ähnliches soziales Netzwerk zu handeln, wie man sie bereits überall im Internet finden kann. Verwendet werden die Fotos, um sie bei Freunden im Gästebuch in Form eines Hotlinks zu veröffentlichen. Ein netter Bildergruß, welcher dazu führt, dass der Datentransfer auf Kosten dessen geht, von dem das Foto stammt. Die wenigsten Leute sind sich dort bewusst, dass Bilder, welche über die Suchmaschine gefunden werden, noch lange nicht lizenzfrei erhältlich sind.
Robert Kneschke (selbstständiger Fotograf) ist diesem Phänomen auf den Grund gegangen. Aber auch andere Fotografen entnehmen den Logdateien diverse Zugriffe der Seite "Jappy". Übrigens auch meine Wenigkeit ist betroffen, und das sogar ganz massiv. Ich habe versucht, einige der Profile aufzurufen, leider sind die Meisten nur für Mitglieder einsehbar. Bei zwei Profilen hatte ich Glück, sie waren frei zugänglich und nach ein bisschen Blättern im Gästebuch habe ich die ersten Bilder von mir gefunden. Übrigens: Eine mir nicht bekannte Dame hinterlässt besonders gerne Grüße mit Fotos von mir auf dieser Plattform.
Den Kampf will ich derartigen Plattformen und Netzwerken nicht ansagen. Robert Kneschke hat ihn bestritten und erzählt in seinem Blog, wie steinig dieser Weg zu sein scheint. Da meine Fotos dort mit Wasserzeichen erscheinen, sehe ich die Sache noch gelassen. Immerhin wirkt es sich positiv auf die Rankings in diversen Suchmaschinen aus. Dennoch wäre es ganz schön, wenn meine mir bis dato unbekannten Fans wenigstens in Form eines kleinen Links zu meiner Seite die Ehre erweisen würden.
Photoshop für das iPhone
Nun, für das Mobiltelefon aus dem Hause Apple gibt es ja so einiges. Bislang blieben die Momente aus, wo ich mein Windows Mobile Handy gegen ein iPhone tauschen wollen würde. Dies hat sich im Prinzip auch jetzt nicht geändert, doch Photoshop auf dem Handy, das ist doch echt mal eine klasse Sache!
Olaf Bathke (Fotograf aus Kiel) hat das kostenlose App im iTunes-Store USA gefunden. Klar, der Funktionsumfang kann mit der Desktopversion der Bildbearbeitungslegende noch nicht ganz mithalten. Aber immerhin sind einige grundlegende Funktionen wie zum Beispiel Crop, Belichtung, Schwarz-Weiß etc. möglich.
Dabei wird, so Olaf Bathke, die Touchscreenbedienung konsequent vom mobilen Photoshop umgesetzt und man kann ganz einfach mit dem Finger seine Bilder anpassen. Dieser kostenlose Spaß ist bislang jedoch lediglich Amerikanern vorbehalten. Ein Zweitwohnsitz in den vereinigten Staaten ist als Europäer notwendig, um in den Genuss von dem mobilen Bildbearbeiter zu kommen.
Wie man seinen "Zweitwohnsitz" in den USA bei iTunes anmeldet, beschreibt Olaf Bathke in seinem Blog. (Übrigens auch, wie man diese kleine Träumerei wieder Rückgängig machen kann.)





