2007 war ich zusammen mit meiner Freundin Jennifer im Urlaub auf Fuerteventura. Dort haben wir an den Stränden viele schöne Fotos gemacht, zuhause zusammen selektiert und ich habe sie noch etwas nachbearbeitet. Als die Fotos zurück vom Entwickeln waren, bekam ich dann zu hören “So sah’ das aber nicht aus”. Angeblich habe das Meer nicht so leicht grünlich geschimmert, was es jedoch tatsächlich tat. Korrigiert habe ich lediglich die Tonwerte und den Kontrast, der bei schräg einstrahlendem Sonnenschein am Strand durchaus mal etwas in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
Besonders witzig finde ich diese Aussage in Kombination mit Fotolabors, welche beim Entwickeln der Bilder die Blautöne erhöhen, um den Himmel noch blauer wirken zu lassen. Hierbei hat sich wohl noch niemand beschwert, außer mir. Ich meide deshalb derartige Labors, bzw. Labors, bei denen man diese “Funktion” nicht deaktivieren kann. Das Problem bei der Bildbearbeitung und auch beim Fotografieren selbst ist jedoch wirklich da. Was war wirklich? Wie realitätsnah ist mein Foto? Das was die Fotografen der Urlaubskataloge uns in die heimischen Wohnzimmer liefern, ist wohl kaum Tatsachenbericht. Hier wird mit allen Tricks gearbeitet. Spezielle Brennweiten, Filter, Photoshop, die volle Palette.
- Kamera: Canon EOS 400D
- Objektiv: Canon EF-S 17-85 IS USM
- Filter: B+W UV 67 MRC







